Offener Brief an die Jugendleitervereinigung

Dinslaken-Voerde-Walsum
Artikel vom 30. Januar 2026
Offener Brief der DJK Vierlinden vom 21.01.2026
Neue Zeiten erfordern neue Wege
Die DJK Vierlinden 1928 e. V. hat am 21.01.2026 einen offenen Brief an die Jugendleitervereinigung Voerde–Dinslaken–Walsum gerichtet. Ziel dieses offenen Briefes ist es, eine sachliche und konstruktive Auseinandersetzung über die aktuelle Ausrichtung, die bestehenden Strukturen sowie die zukünftige Entwicklung der Jugendleitervereinigung anzustoßen.
Die DJK Vierlinden gehört – gemeinsam mit dem SV Walsum 09 – zu den Gründungsmitgliedern der Jugendleitervereinigung. Die ursprüngliche Idee dieses Zusammenschlusses war es, Jugendleiter enger zu vernetzen, den Austausch zu fördern und gemeinsam Strukturen zu schaffen, die insbesondere den Kindern und Jugendlichen in den Vereinen zugutekommen.
Diese Grundidee wird von der DJK Vierlinden auch heute ausdrücklich unterstützt. Gleichzeitig muss jedoch festgestellt werden, dass die Jugendleitervereinigung in ihrer derzeitigen Struktur aus Sicht der DJK nur noch eingeschränkt einen praktischen Mehrwert für die angeschlossenen Vereine bietet. Notwendige strukturelle und inhaltliche Anpassungen scheinen bislang nicht konsequent verfolgt worden zu sein. Vor dem Hintergrund veränderter Rahmenbedingungen im Ehrenamt ist diese Situation aus unserer Sicht nicht zukunftsfähig.
Der offene Brief richtet sich ausdrücklich nicht gegen einzelne Personen, sondern bezieht sich auf Strukturen, Arbeitsweisen und Entscheidungsprozesse. Ziel ist es, eine offene und sachliche Diskussion über die Rolle und den Nutzen der Jugendleitervereinigung zu ermöglichen und eine Weiterentwicklung aktiv einzuleiten.
Ein zentraler Punkt ist dabei die Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Vereinen. Beide Seiten verfolgen letztlich das gleiche Ziel: eine funktionierende, nachhaltige und zukunftsorientierte Jugendarbeit. Dieses gemeinsame Ziel kann jedoch nur erreicht werden, wenn der Austausch auf Augenhöhe erfolgt, Kritik sachlich geäußert werden kann und unterschiedliche Sichtweisen als Grundlage für Verbesserungen verstanden werden.
Gleichzeitig zeigt die Praxis, dass viele Jugendleiter bereits heute außerhalb der formalen Jugendleitervereinigung in engem, direktem und lösungsorientiertem Austausch stehen. Dieses funktionierende Netzwerk zwischen mehreren Vereinen verdeutlicht den Bedarf an konkreter Unterstützung, klaren Zuständigkeiten und praxisnaher Zusammenarbeit – Anforderungen, die eine Jugendleitervereinigung eigentlich bündeln und unterstützen sollte.
Vor diesem Hintergrund spricht sich die DJK Vierlinden klar für einen inhaltlichen und strukturellen Umbruchinnerhalb der Jugendleitervereinigung aus. Dazu gehören insbesondere:
-
eine stärkere Praxisorientierung,
-
transparente Strukturen und klare Zuständigkeiten,
-
eine offene, sachliche und respektvolle Kommunikationskultur,
-
spürbare Unterstützung und Entlastung der Vereine,
-
sowie die Bündelung von Planung, Organisation und Koordination auf zentraler Ebene.
Der offene Brief versteht sich ausdrücklich als Impuls und Einladung zum Dialog. Veränderungen benötigen Zeit, setzen jedoch die Bereitschaft voraus, bestehende Strukturen kritisch zu hinterfragen und neue Wege zuzulassen. Die DJK Vierlinden ist bereit, diesen Prozess aktiv mitzugestalten und Verantwortung zu übernehmen. Ziel ist eine Jugendleitervereinigung, die den heutigen Anforderungen des Ehrenamts gerecht wird und die Vereine nachhaltig unterstützt.
Neue Zeiten erfordern neue Wege.
Aktueller Stand zur Resonanz auf den offenen Brief (30.01.2026)
Bis zum jetzigen Zeitpunkt hat sich der Erste Vorsitzende der Jugendleitervereinigung weder öffentlich noch inhaltlich zum offenen Brief geäußert.
Aus dem Kreis der Vereine haben jedoch fünf Vereine dem offenen Brief ausdrücklich zugestimmt und damit ihren Wunsch nach einem strukturellen und inhaltlichen Umbruch innerhalb der Jugendleitervereinigung zum Ausdruck gebracht. Gleichzeitig ist spürbar, dass einige Vereine nach den Erfahrungen der letzten Jahre und Sitzungen die Hoffnung auf nachhaltige Veränderungen weitgehend aufgegeben haben.
Aus dem Gesamtvorstand hat sich bislang ein Mitglied gemeldet. Dabei wurde angeregt, die im offenen Brief aufgeführten Ansätze auf einer der kommenden Sitzungen vorzustellen und dort weiter zu erörtern.
Diese Rückmeldungen zeigen deutlich, dass auf Vereinsebene ein klarer Wunsch nach Veränderung besteht, während eine erkennbare Positionierung des Vorstandes zur angestoßenen Diskussion bislang aussteht.
Die DJK Vierlinden hält weiterhin an dem Ziel fest, einen offenen, sachlichen und konstruktiven Dialog zu führen. Ob der notwendige Umbruch gemeinsam gestaltet werden kann, wird maßgeblich davon abhängen, inwieweit dieser Veränderungswille von allen Beteiligten mitgetragen wird.
