Offene Worte vom 1. Vorsitzenden

zur aktuellen Situation im Seniorenbereich
Artikel vom 17. März 2026
Offene Worte zur aktuellen Situation
Liebe Mitglieder, Trainer, Spieler, Helfer und Freunde der DJK Vierlinden,
die aktuelle Situation im Seniorenbereich unseres Vereins beschäftigt viele von euch. Deshalb ist es mir wichtig, mich persönlich an euch zu wenden und ein paar offene und ehrliche Worte zu sagen, bevor wieder irgendwelche Gerüchte oder so entstehen.
Zunächst einmal möchte ich etwas ganz klar aussprechen:
Die Verantwortung für die Situation, in der wir uns aktuell befinden, liegt bei mir.
Bei keinem Spieler, keinem Trainer, keinem Vereinsmitglied, keinem Vorstandsmitglied sondern ganz klar bei mir.
Ich habe in der Planung dieser Saison Entscheidungen getroffen und Einschätzungen vorgenommen, die sich im Nachhinein als falsch oder zumindest zu optimistisch herausgestellt haben. Rückblickend muss ich mir eingestehen, dass ich manche Dinge zu blauäugig gesehen habe. Ich habe darauf vertraut, dass sich gewisse Entwicklungen schneller und einfacher ergeben würden. Das war mein Fehler.
Mir ist bewusst, dass durch diese Situation viele von euch Dinge auffangen mussten, die eigentlich gar nicht eure Aufgabe gewesen wären. Trainer, Spieler, Helfer und auch Menschen im Hintergrund haben zusätzliche Verantwortung übernommen, haben improvisiert, haben unterstützt und versucht, den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten.
Dafür empfinde ich großen Respekt – und gleichzeitig auch eine große Dankbarkeit.
Denn ich weiß, dass das nicht selbstverständlich ist.
Gleichzeitig weiß ich auch, dass durch die Situation Frust entstanden ist. Dass Motivation manchmal schwerer fällt. Dass man sich vielleicht gefragt hat, warum gewisse Dinge so gelaufen sind. Und ich kann jeden verstehen, der in den letzten Monaten Zweifel, Ärger oder Enttäuschung gespürt hat.
Auch dafür möchte ich mich aufrichtig entschuldigen.
Ein besonderer Gedanke gilt mir dabei Daniel Pilch.
Daniel hat in dieser Saison sehr viel für den Verein investiert. Zeit, Energie, Geduld und auch Nerven. Er ist diesen Weg gemeinsam mit mir gegangen – auch durch schwierige Phasen. Dafür bin ich ihm persönlich sehr dankbar.
Gleichzeitig muss ich auch hier ganz offen sagen:
Ich konnte ihm leider nicht das Umfeld bieten, das ich mir für seine Arbeit gewünscht hätte und das er in vielen Situationen verdient gehabt hätte. Auch das ist ein Punkt, für den ich Verantwortung tragen muss.
Daniel hat in dieser Saison immer versucht, das Beste für den Verein zu erreichen. Er hat Ideen eingebracht, Verantwortung übernommen und sich für die Mannschaft eingesetzt. Dabei ist er teilweise auch an seine Grenzen gegangen.
Es gab in dieser Saison viele Dinge, die wir so nicht planen konnten: Verletzungen von Spielern, schwierige sportliche Situationen oder Spiele, in denen wir einfach auch Pech hatten. Aber auch Strukturen und alte Befindlichkeiten innerhalb eines Vereins spielen manchmal eine Rolle und machen Veränderungen schwieriger, als man sich das vorher vorstellt.
Ich habe immer daran geglaubt, dass wir gemeinsam einen neuen Weg gehen können. Und ich glaube auch heute noch daran. Aber ich muss mir eingestehen, dass dieser Weg länger dauert, als ich gehofft hatte.
Trotzdem möchte ich auch sagen, dass es viele Menschen gibt, die den Verein weiterhin tragen. Zuschauer, Helfer, Spieler und Mitglieder, die Woche für Woche da sind und die DJK Vierlinden unterstützen. Diese Unterstützung bedeutet dem Verein und auch mir persönlich sehr viel.
Gleichzeitig möchte ich auch einen offenen Gedanken teilen.
Wenn es Menschen im Verein gibt, die vielleicht manchmal das Gefühl haben, dass Dinge besser laufen könnten oder anders gestaltet werden müssten, dann sind genau diese Menschen herzlich eingeladen, sich einzubringen und mitzuhelfen.
Unser Verein lebt davon, dass Menschen Verantwortung übernehmen und gemeinsam anpacken.
Vielleicht schaffen wir es gemeinsam, Dinge zu verbessern und den Weg nach vorne zu gestalten. Vielleicht können wir als Gemeinschaft dazu beitragen, dass Fehler – auch meine Fehler – am Ende nicht das bleiben, worauf man schaut, sondern dass man gemeinsam Lösungen gefunden hat.
Denn ein Verein funktioniert nur dann wirklich gut, wenn viele Menschen bereit sind, ihren Teil dazu beizutragen.
Mir ist wichtig zu sagen:
Ich habe Fehler gemacht. Und ich stehe auch dazu.
Aber ich möchte aus diesen Fehlern lernen und gemeinsam mit euch daran arbeiten, dass wir als Verein stärker daraus hervorgehen.
Am Ende geht es nicht um einzelne Personen, sondern um unseren Verein, um Gemeinschaft und um den gemeinsamen Weg.
Ich hoffe sehr, dass wir diesen Weg weiterhin miteinander gehen können und zwar egal wie schwer er ist.
Mir ist auch bewusst, dass ein Vorsitzender Verantwortung trägt – gerade in schwierigen Zeiten. Und ich weiß, dass es im Verein vielleicht auch Menschen gibt, die sich fragen, ob ich diese Verantwortung weiterhin tragen sollte.
Wenn jemand zu dieser Einschätzung kommt, kann ich diesen Gedanken verstehen und nehme ihn ernst. Ein Verein lebt davon, dass Vertrauen da ist. Sollte irgendwann der Punkt kommen, an dem der Verein das Gefühl hat, dass jemand anderes diese Aufgabe besser ausfüllen kann, dann würde ich mich dieser Verantwortung nicht verschließen und meinen Posten selbstverständlich zur Verfügung stellen.
Gleichzeitig möchte ich ehrlich sagen, dass das vergangene Jahr für mich persönlich auch von vielen Baustellen geprägt war. In manchen Momenten habe ich selbst gemerkt, dass man nicht alles gleichzeitig zu hundert Prozent ausfüllen kann, auch wenn man es sich noch so sehr vornimmt. Und ich bedanke mich bei den restlichen Vorstandsmitgliedern, die mich immer tatkräftig unterstützt haben, aber hier muss ich auch sagen, dass einige Sachen in meiner Verantwortung lagen und ich diese nicht zu 100% ERFÜLLEN KONNTE.
Dadurch sind sicherlich einige Dinge im Verein nicht so begleitet oder vorangebracht worden, wie ich es mir selbst gewünscht hätte. Auch dafür übernehme ich Verantwortung und möchte euch um Verzeihung bitten.
Mir ist wichtig, offen damit umzugehen, denn nur wenn man auch seine eigenen Grenzen erkennt, kann man daraus lernen und es in Zukunft besser machen.
Mit ehrlichen Grüßen
Christian Landers
1.Vorsitzender
DJK Vierlinden 1928 e.V.

