Altarweihe in der Herz Jesu Kirche

Artikel vom 16. Juni 2026
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Ein Tag für die Geschichte der Herz-Jesu-Gemeinde – Feierliche Weihe des neuen Altars
Ein besonderer Tag voller Glauben, Gemeinschaft und tiefer Symbolik liegt hinter der Herz-Jesu-Gemeinde. Mit einem feierlichen Weihegottesdienst wurde der neue Altar der Kirche seiner Bestimmung übergeben. Zahlreiche Gläubige waren gekommen, um diesen historischen Moment mitzuerleben. Die Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt – ein eindrucksvolles Zeichen dafür, welche Bedeutung dieser Tag für die Gemeinde besitzt.
Der Gottesdienst wurde von Weihbischof Rolf Lohmann geleitet. Gemeinsam mit Pfarrer Joseph feierte er die feierliche Altarweihe. Unter den Gästen befand sich zudem der ehemalige Pfarrer der Gemeinde, Pfarrer Knorr. Seine Anwesenheit freute viele Gemeindemitglieder besonders, da er über viele Jahre das Leben der Herz-Jesu-Gemeinde geprägt und begleitet hat.
Ebenfalls anwesend war Pater Abraham Fischer OSB, der den neuen Altar entworfen und gestaltet hat. Der Benediktinerpater, Priester und Metallgestalter ist weit über die Grenzen seines Klosters hinaus für seine Arbeiten im Bereich sakraler Kunst bekannt. Dass er die Weihe seines Werkes persönlich miterleben konnte, verlieh diesem besonderen Tag eine zusätzliche Bedeutung.
Ein Altar, der Vergangenheit und Zukunft verbindet
Der neue Altar der Herz-Jesu-Kirche ist weit mehr als ein liturgischer Mittelpunkt. Er ist ein Kunstwerk mit einer tiefen theologischen Aussage und ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie Tradition und Moderne miteinander verbunden werden können.
Für seinen Entwurf wählte Pater Abraham Fischer die außergewöhnliche Kombination aus Messing und Titan. Dabei treffen zwei Materialien aufeinander, die unterschiedlicher kaum sein könnten und gerade deshalb eine besondere Wirkung entfalten.
Das Messing erinnert mit seiner warmen, goldenen Ausstrahlung an die lange Tradition der Kirche. Seit Jahrhunderten werden Altäre, Kreuze, Leuchter und andere liturgische Gegenstände aus edlen Metallen gefertigt. Das Material steht für Würde, Beständigkeit und die tiefe Verwurzelung des christlichen Glaubens.
Das Titan hingegen steht für die Moderne. Als besonders widerstandsfähiges und langlebiges Hightech-Material verkörpert es Fortschritt, Zukunft und zeitgemäße Gestaltung. Durch die Verbindung beider Werkstoffe entsteht ein sichtbares Zeichen dafür, dass die Kirche ihre Wurzeln bewahrt und gleichzeitig offen für die Zukunft bleibt.
Doch nicht nur die Materialwahl macht den Altar außergewöhnlich. Besonders beeindruckend ist die durchdachte Konstruktion der gesamten Altaranlage.
Der Altar, die Kanzel und der Leuchter der Osterkerze bilden nicht nur optisch eine Einheit, sondern können tatsächlich zusammengeschoben werden. Erst wenn die einzelnen Elemente zusammengeführt werden, entsteht das vollständige Bild. Wie Puzzleteile greifen sie ineinander und machen sichtbar, dass die verschiedenen Bereiche des kirchlichen Lebens untrennbar miteinander verbunden sind.
Die Kanzel steht für die Verkündigung des Wortes Gottes. Der Altar bildet das Zentrum der Eucharistiefeier. Die Osterkerze symbolisiert den auferstandenen Christus, das Licht der Welt. Werden diese Elemente vereint, entsteht ein kraftvolles Zeichen dafür, dass Wort Gottes, Eucharistie und das Licht Christi zusammengehören und gemeinsam das Fundament des kirchlichen Lebens bilden.
Im Mittelpunkt dieser Komposition befindet sich das Ewige Licht. Es kann genau in der Mitte der zusammengeschobenen Elemente seinen Platz finden und wird dadurch zum sichtbaren Zentrum des gesamten Kunstwerks. Die Botschaft dahinter ist eindeutig: Christus steht im Mittelpunkt der Kirche, der Gemeinde und des Glaubens.
Die gesamte Gestaltung lädt dazu ein, über Gemeinschaft nachzudenken. So wie die einzelnen Elemente erst gemeinsam ihre volle Bedeutung entfalten, entsteht auch Kirche erst durch das Miteinander der Menschen.
Die feierliche Altarweihe
Ein besonders bewegender Moment war die eigentliche Weihe des Altars. Zunächst wurden die Reliquien feierlich in den Altar eingesetzt. Damit wurde eine jahrhundertealte Tradition fortgeführt, die die Verbindung zu den Heiligen und den Ursprüngen des christlichen Glaubens sichtbar macht.
Anschließend salbte Weihbischof Rolf Lohmann den Altar mit Chrisamöl. Durch diese Salbung wurde der Altar für seine zukünftige Aufgabe als heiliger Ort der Eucharistie geweiht.
Danach folgte einer der eindrucksvollsten Momente des gesamten Gottesdienstes. Auf dem Altar wurden Weihrauchschalen entzündet. Während der Weihrauch langsam aufstieg und den Kirchenraum erfüllte, entstand eine Atmosphäre tiefer Ehrfurcht und Andacht. Der aufsteigende Rauch symbolisiert die Gebete der Gläubigen, die zu Gott emporsteigen.
Nachdem der Weihrauch verglüht war, wurde der Altar feierlich gereinigt. Anschließend erfolgte seine festliche Ausschmückung. Die Altarkerzen wurden entzündet, das Kreuz aufgestellt und die Heilige Schrift auf den Altar gelegt. Erst danach war das neue Herzstück der Kirche vollständig vorbereitet und bereit für die Feier der Eucharistie.
Mit der anschließenden Eucharistiefeier wurde der neue Altar erstmals genutzt. Die festliche Liturgie, die Gebete, die Musik und die große Beteiligung der Gemeinde machten deutlich, wie lebendig das Gemeindeleben in Herz Jesu ist.
Ein starkes Zeichen der Gemeinschaft
Besonders bewegend war die große Beteiligung der Gemeindemitglieder. Die bis auf den letzten Platz gefüllte Kirche zeigte eindrucksvoll, wie wichtig dieser Tag für die Menschen ist. Jung und Alt feierten gemeinsam, begegneten sich voller Freude und Dankbarkeit und machten deutlich, dass Kirche weit mehr ist als ein Gebäude aus Stein – sie lebt durch die Menschen, die ihren Glauben gemeinsam tragen.
Auch zahlreiche Mitglieder der DJK nahmen an diesem besonderen Gottesdienst teil. Unter den Gästen befanden sich unter anderem der 1. Vorsitzende der DJK Vierlinden sowie Stefanie Bölke. Ihre Anwesenheit unterstrich einmal mehr die enge Verbundenheit zwischen Gemeinde und Vereinsleben.
Die Weihe des neuen Altars war weit mehr als die Einweihung eines neuen liturgischen Mittelpunktes. Sie war ein sichtbares Zeichen für Glauben, Hoffnung, Gemeinschaft und Zusammenhalt. Der neue Altar wird künftig Mittelpunkt unzähliger Gottesdienste, Taufen, Hochzeiten und Gebete sein und Generationen von Menschen begleiten.
Die Herz-Jesu-Gemeinde hat an diesem Tag eindrucksvoll gezeigt, wie lebendig Kirche sein kann, wenn Menschen zusammenkommen, gemeinsam glauben und besondere Momente miteinander teilen.
Ein Tag voller Würde, Freude, Dankbarkeit und Hoffnung – und ein Tag, der seinen festen Platz in der Geschichte der Herz-Jesu-Gemeinde gefunden hat.


